Aufruf zur (virtuellen) Gewalt
Ein Beitrag der sicherlich so manches Kopfschütteln hervorrufen wird.
In den USA fordert Jack Thompson, Gegner von Gewaltspielen und Erfinder der Bezeichnung “Mord Simulatoren”, ein Spiel nach seinen Wünschen zu produzieren.
Spätestens bei der Beschreibung des Spiels wird der Sarkasmus und der Hohn klar, welchen Thompson Egoshootern etngegenbringt.
Er verspricht eine Spende von $10000 zu wohltätigen Zwecken wenn ihm jemand nächstes Jahr ein solches Spiel präsentieren kann. Es ist sehr unwahrscheinlich, daß er dieses spiel in der Form jemals so bekommen wird.
Seine Beschreibung klingt stark nach Postal 2, ein Spiel ohne allzu tiefen Grund, dafür mehr Gewalt und leicht perversen Trieben, was auch die Verbote in etlichen Ländern bezeugen.
Tatsächlich wird im Verlauf des Spiegel Artikels die Beziehung zu Postal 2 hergestellt.
Thompsons Wunschcharaktäre ähneln sehr stark den seiner Gegner. So soll die Familie eines solchen Gegners, mit einem zufällig ähnlichen Namen umgebracht werden, und der “Held” der Geschichte soll dann sogar noch auf die Hirnstämme der Opfer urinieren können (ebenfalls ein Detail welches es sich von Postal 2 - Running with Scisors).
Das ging sogar seinen bisher Verbündeten zuweit.
Viele Game-Kritiker in der amerikanischen Öffentlichkeit zählte er bislang zu seinen Verbündeten - aber damit ist es nun wohl vorbei. Der Anti-Spiel-Anwalt hat die Industrie aufgerufen, ein Spiel nach seinen Wünschen herzustellen. Eines, in dem ihre eigenen Spitzenvertreter blutig niedergemetzelt werden sollen. “Los, Videospiel-Mogule”, so Thompson in einem Schreiben, das der Presse und einem hochrangingen Industrievertreter zuging, “macht Euch selbst zur Zielscheibe, so wie Ihr andere zur Zielscheibe gemacht habt. Traut Euch.”
Link: Spiegel Online - GAME BYTES - Der Spiele-Inquisitor läuft Amok
Da kann man nur wieder sagen: “Die spinnen die Amis!”
Letztens habe ich einen interessanten Beitrag gelsen, in dem es um Gewalttäter und Spieel wie Counterstrike ging. So dementierte ein Kommentierender, daß er zu 100% Pazifist sei, aber dennoch gerne Counter Strike spielen würde. So behauptete er weiter, daß er niemals auf die Idee käme, sowas auch in der Realität anzustellen”
Durch die Tatsache der neueren, hochauflösenden Gewaltspiele sind die Filme in den Schatten der Richter gerutscht.
Vor nicht allzu langer Zeit wurden die Filme für alle Gewalt angeprangert.
Zum Thema wäre jetzt die Pro7 Reportage zu erwähnen, in denen Gewaltvideos grundsätzlich als Snuff Filme bezeichnet wurden …
Naja, so viel dazu. Viel spaß beim Ballern!
