Oldschool Linking
Bekam heute mal wieder den Newsletter über SitePro News. Wie man sich denken mag, geht es um Suchmaschinen.
So schreibt Bill Platt von den Phantom Writers (engl) aus, was viele andere schon wußten oder behaupten zu wissen, daß die Blogs im gemeinen Sinne die Wegbereiter für die modernen Suchmaschinen waren.
Klar ist, wenn man sich die alten Linkdumps anschaut, daß dort schon eine ziemliche Ähnlichkeit besteht. Eine redaktionelle Seite, der Inhalt sind reine Links, eventuell eine kleine Beschreibung dazu, kategorisiert. Man könnte meinen, man spräche von DMOZ, der größten, handverlesenen Datenbank, wo auch der Riese Google seine links bezieht.
Qualitativer als DMOZ kann man nicht sein, wenn besorgte Editoren die Links genaustens prüfen, und nach strengen Regeln in das System zulassen.
Ein Listing bei DMOZ gleich eine Belohnung, zumal die Aufnahme in das System unter Umständen Monate dauern kann.
DMOZ ist aber nicht nur die Quelle für Google, auch viele private und kleinere Suchmaschinen populieren ihre Listings mit den Inhalten aus der Datenbank von DMOZ.
Ferner beschreibt Bill Platt, wie wichtig ein natürliches Linking untereinander ist.
An der Stelle sollte man anmerken, wieviel Unfug und sinnloses PR Trading es in der Vergangenheit gab.
Das natürliche Verlinken funktioniert immernoch wie am ersten Tag.
Wenn eine Seite verlinkt wird, so ist das quasi eine Empfehlung für die gelinkte Seite.
Google erkennt dies, und vergibt einen Bonuspunkt.
In der Zusammenfassung sollte dies heißen, daß JEDER auch noch so kleine Link, seien es Linklisten, Blogs oder andere Quellen mit einen qualifizierten Verweis, wichtig für das Weiterentwickeln der Seite ist.
Viele haben das Problem mit dem “non-reciprocal linking”, was soviel heißt wie jemandne zu verlinken ohne dafür, von der selben Seite, einen Link in Retour zu erhalten.
Dann denken sich die Personen: “Was soll ich bitte kostenlose Werbung für jemand anders machen, meine outlinks sind von Werbenatur”
Was aber sicherlich die falsche Methode ist. Das Internet, das weltweite Netzwerk lebt von Verweisen.
Sonst wäre es ja kein Netzwerk. Bzw. wäre man immer so egoistisch gewesen, wäre das Internet in der Form niemals entstanden. Nicht als ein autarkes Netwerk welches in sich selbst in unvorstellbare Größen wächst.
Suchmaschinenoptimierer haben schon lange erkannt, daß Google prüft ob ein Backlink vorhanden ist.
Daraus kann man resultieren, daß Google einer Seite unterstellt, daß es sich um einen un-natürlichen Link handelt, und wertet diesen Punkt ab.
Deshalb wird vorzugweise indirekt gegenseitig verlinkt.
Die Seite A von Herrn Huber verlinkt die Seite B von Herrn Seo, Herr Seo aber verlinkt seine Seite C mit der Seite A von Herrn Huber.
Somit ist ein Kreislaufentstanden von pseudonatürlichen Links.
Aber es funktioniert, und das ist das Wesentliche.
Bill Platt und sein Humor.
Als er dann an einem Beispiel anführt, weshalb Blogs denn überhaupt so wichtig sind und was sie bewirken, erreicht das Ganze den “Aha!” Effekt.
Worum geht es?
But, wait. I can actually prove this to you.
Come back when you are done, but do clïck this link to view the search results for the Worst President: http://google.com/search?q=worst+president
Probiert das mal bei Google aus. Was wird passieren? An erster Stelle findet Ihr die persönliche Seite von George W. Bush.
Nun, das wundert ja erstmal niemanden. Aber wenn man weiter denkt, wird es schon eigenartig, denn man erwartet sicherlich nicht den Term “worst president” in dem Text des weißen Hauses. auch hier könnt Ihr wieder selbst prüfen.
Woher kommt dann diese hohe Platzierung bei einer Konkurrenz von 11,7 Millionen Suchergebnissen?
Bill Platt führt an, daß unzählige Weblogs eben diese Seite verlinkt hätten, MIT dem Titel, dem Attribut quasi, “Worst President”.
Einfache und einleuchtende Weisheißt Mr. Platt, vielen Dank für die Ausführung.
Link: Bill Platt - Phantomwriters
