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Zeit - wie vergeuden?

Die Menschheit hat keine Zeit mehr, alles drängt, alles windet sich der Zukunft engegen, die Gegenwart bleibt auf der Strecke, und bei näherer Betrachtung stagnieren wir in einer Phase des Nichtstuns.

Oder: wie vergeude ich meine Zeit am besten?
Ich merke es an mir selbst - man bruacht so viel Zeit zum Schreiben, zum Musizieren, zum Illustrieren oder andere geistfördernde Tätigkeiten. Dann kann man sich nicht entscheiden welchen Teil man jetzt am liebsten machen würde, und entscheidet sich für keinen davon.
Konsequent: kann ich mich nicht entscheiden, dann tue ich garnichts davon.

Als Resultat haben wir dann endlose Stunden vor dem PC und/oder dem Lieblingsspiel welches einen unter Umständen schon seit vielen Jahren fesselt, man schaut sich stumpf Fernsehen an, oder schaltet eher hin und her ohne Sinn und Zweck oder, im schlimmsten Falle macht man noch viel weniger und vegetiert vor sich hin.
Immer im Hintergedanken, wie wenig Zeit man doch hat, und daß scheinbar ein Leben nicht ausreicht um sich zu verwirklicken. Doch wie effektiv nutzt man die Zeit, und was ist die Zeit für uns eigentlich?

Zeit ist nicht eindeutig, Zeit ist relativ, Zeit ist das was man draus macht.
Doch erstmal zum Grundgerüst des Wortes Zeit. Dazu eigenet sich dann schon mal eine Wikipedia Zusammenfassung:

Zeit (althochdt. zît „Abgeteiltes“) steht für:

  • Zeit, die fundamentale, messbare Größe, die zusammen mit dem Raum ein Kontinuum bildet
  • Zeit (Philosophie), der vom Bewusstsein wahrgenommene Ablauf von Veränderungen
  • Uhrzeit, eine Angabe für den Zeitpunkt innerhalb des bürgerlichen Tages
  • Tempus, grammatikalische Zeitform
  • Zeitraum, einen vom Verlauf der Geschehnisse erfüllten Teil der Zeit, siehe auch Frist
  • Die Zeit, „DIE ZEIT“, überregionale deutsche Wochenzeitung aus Hamburg (seit 1946)
  • Die Zeit (Wien), eine österreichische Zeitung, die Anfang des 20. Jahrhunderts in Wien erschien

Quelle: wikipedia - Zeit (Begriffserklärung)

Ich denke jeden Tag drüber nach, unternehme selbst aber nichts, merke, wie ich wertvolle “Zeit” zum Fenster hinnaus werfe, wie ich dennoch  darum weiß, was ich tue.
Computerspiele lösen bei mir diesen Gedanken aus, verbringe ich doch Unmengen an Zeit in virtuellen Welten. Vieles bleibt auf der Strecke.
Sucht oder Lethargie? Vielleicht von beidem etwas.
Indem ich mich nicht entscheiden kann was ich von dem oben Erwähnten tun möchte, mache ich rein gar nichts  und unterwerfe mich dem Prinzip von “Zeit totschlagen” - Resultat, eine scheinbare Lösung um sich die Langeweile zu vertreiben, die eigentlich, von mir ausgehend, gar nicht vorhanden sein dürfte bei dem großen Interessengebiet.

Ich denke da nur an ein speziellen MMOG welches ich mittlerweile mit weniger Begeisterung spiele. Dort wird einem eine Gesamtspielzeit aufgezeigt, welche man bereits mit seinem heldenhaften Charakter seit Anbeginn verspielt hat. Dabei handelt es sich nicht nur um Stunden, nein - in der Regel sind es nicht einmal wenige Tage oder Wochen, sondern ganze Monate!
Müßte man die Zeit nochmal am Stück spielen, die ich in dieses Spiel investiert habe, müßte man mehrere Monate spielen ohne Pause. Wahnsinn! Was wäre es allein für ein Ausgleich gewesen, hätte ich mich in dieser Zeit um meine Internetprojekte, meine Blogs, Illustrationen und Musik gekümmert?
Das Spiel kann schnell weg sein, der Anbnieter kann das Angebot jederzeit aufkündigen und man steht vor den Ruinen von Bits & Bytes, einer verlorenen Wirklichkeit die letztendlich nicht viel anders ist als die echte Welt. Kontakte, Aufgaben, Arbeit. Für Spiel bleibt da auch nicht mehr so viel Zeit. Da muß Material angeschafft werden um das Spiel erst meistern zu können, es muß Zeit investiert werden um das nötige Spielbargeld ranzuschaffen um sich aufwerten zu können, es müssen Kontakte geknüpft werden um Aufgaben meistern zu können …
Und das nur auf einer wackeligen Basis aus Bits & Bytes.

Sterben kann man in den Spielen auch, leider nur ein nerviger Aspekt des Todes, denn man belebt sich einfach wieder, und der ganze Spuk geht von vorne los.
Doch auch echte Todesfälle gab es durch Videospiele, nein, keine Amokläufer, sondern selbst verschuldete Todesfälle im eifer des Gefechts:

A young girl nicknamed “Snowly” died last month after playing the online game “World of Warcraft” for several continuous days during the national day holiday. Several days before Snowly’s death, the girl was said to be preparing for a relatively difficult part of the game (namely, to kill the Black Dragon Prince) and had very little rest. She told her friends that she felt very tired. A big online funeral was held for Snowly one week after her death.

via: WoW Sucht & ein Todesfall

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